Jobsuche bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt

Wird in Medien über Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt berichtet, ging es lange Zeit nur um du Benachteiligung von Frauen. Diese Benachteiligung ist real und nicht von der hand zu weisen und auch nicht zu vernachlässigen. Aber Thema dieses Beitrages soll die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt sein.

Definition Migrationshintergrund

Jugendliche mit einem Migrationshintergrund unterscheiden sich von ihren Altergenossen oft nur durch die Migrationsgeschichte ihrer Eltern. Auch wenn nur ein Elternteil eingewandert sein sollte oder die Einwanderungsgeschichte der Familie schon zwei Generationen zurückliegt, also die Großeltern nicht aus Deutschland kamen, spricht man von einem Migrationshintergrund. Von dieser Definition ausgeschlossen sind übrigens Vetriebene, die vor 1949 auf dem heutigen Bundesgebiet eingewandert sind.

Symptome der Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt

In Statistiken und Berichten in den Medien wird häufig die hohe Arbeitslosigkeit bei Jugendliche mit Migrationshintergrund beklagt. Dies ist mit einer hohen Quote von Schulabbrechern und einer hohen Quote von Schülern die allein einen Hauptschulabschluss besitzen verbunden. Wenig Bildung ist also ein großer Faktor für Jugendarbeitslosigkeit.

Da auch Jugendliche ohne einen Migrationshintergrund bei einem niedrigen Bildungsabschluss mit schweren Problemen bei der Jobsuche haben, könnte man versucht sein, den Faktor Migrationshintergrund auszublenden.

Da aber Studien zeigen, dass zum beispiel Akademiker mit Migrationshintergrund und gleichen Noten wie ihre deutschstämmigen Kollegen. Einige Untersuchungen verschickten mehrere bewerbungen, die gleiche Qualifikationen und Geschlechter aufwiesen und der einzige Unterschied zwischen den fiktiven Bewerbern war ihr nicht deutsch klingende Name. Eine relevant größere Menge Absagen erhielten die Akademiker mit Migrationshintergrund.

Wenn also selbst bei gut ausgebildeten Menschen der nachname und eine Migrationsgeschichte dazu führen, dass ihre Qualifikationen nicht anerkannt werden, so darf eine Übetragung auf Jugendliche, die eine niedrigere Qualifikation haben, durchaus als berechtigt betrachtet werden.

Gründe für die Schwierigkeiten bei der Jobsuche

Neben der im Shnitt niedrigeren schulischen Qualifikation, die durchaus auf eine strukturelle Benachteiligung armer Bevölerungsschichten zurückgeführt werden kann, zu denen viele Migranten gehören, ist auch eine latente, nicht unbedingt bewusste Xenophobie zu beobchten. Fremde und Fremdes werden vielfach latent abgelehnt.

Dies hat durchaus mit gewissen Vorurteilen und eigenen, schlechten Erfahrungen zu tun.In unzulässiger Weise werden also Einzelfälle und Einzelprobleme auf eine Gruppe übertragen. Um die Gründe abschließend zu klären, sind natürlich weiter Untersuchungen nötig, die bei der Komplexität des Problemes sicher nicht auf eine einzige Ursache festzumachen sind.

Chancen und Perspektiven für die Jobsuche

Im Internet ist Jobsuche teilweise anonymer und man muss unter Umständen mit weniger Daten an eine erste Bewerbung herangehen. Wenn man sich also eine Jobbörse sucht und dort nach Stellen sucht, kann die Chance höher sein, ein Vorstellungsgespräch zu bekommen, als bei einer direkten bewerbung.

Sollte man allerdings erkennbar einen Migrationshintergrund haben, muss man leider damit rechnen wesentlich mehr Leistung für eine Stelle erbringen zu müssen, als menschen auf die das nicht zutrifft.

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