Depression

Eine Depression ist eine affektive Störung, die auf das Empfinden des betroffenen Menschen wirkt. Depressionen unterteilen sich in verschiedene Arten.

Bild eines Depressiven

Statue zur Depression

Arten von Depressionen

Dysthymia

beschreibt eine dauerhaft gedrückte Stimmung mit langsamen Verlust von Antrieb und Freude. Die Stimmung ist ohne besonderen Grund schlecht, der Betroffene fühlt häufig eine innere Leere und ist nicht in der Lage positive Empfindungen zuzulassen. Andauernde Dysthymia ist auch eine mögliche Ursache für eine depressive Episode.

Depressive Episoden

sind mindestens zwei Wochen andauernde Gefühle von extremer Traurigkeit und Verzweifelung, ohne dass es einen objektiven Grund, wie den Verlust eines wichtigen, nahestehenden Menschen, geben muss. Depressive Episoden können unter Umständen und ohne therapeutische Hilfe Monate andauern. Depressive Episoden können einmalig auftreten, oder nach einiger Zeit wiederkommen, dies wird dann als rezidivierende Depression bezeichnet.

Rezedivierende Depressionen

sind immer wiederkehrende depressive Episoden, auch als chronische Depression zu bezeichnen.  Die Depressionen können dabei stärker werden und sich immer weiter chronifizieren.

Bipolare Störung

bezeichnet das abwechselnde Auftreten von Depression und Manie,das heißt einer extrem euphorischen aktivitätsgeladenen Episode im Empfinden. Nach den manischen Episoden die unter Umständen auch von erhöhter Kreativität und Schaffenskraft geprägt sein können, erfolgt der Absturz in eine schwere Depression, die noch stärker erlebt wird, weil die vorangegangenen Wochen und Monate im Denken des Betroffenen so stark positiv besetzt sind.

Ursachen von Depressionen

Ursachen der Depression sind in verschiedenen psychologischen Theorien erforscht worden. Neben traumatischen Erfahrungen oder einer unbefridiegenden Mutter-Kind Interaktion in der oralen Phase der infantilen sexuellen Entwicklung, gibt es eine Reihe kognitivistischer und systemtheoretischer Überlegungen. Zudem werden genetische Faktoren sowie Auffälligkeiten im Neurotransmitterhaushalt genannt.

Die genetischen Ursachen sind dadurch erkennbar, dass Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen und/oder einer Depression auch häufiger an einer solchen erkranken. Zu beachten ist dabei aber immer, dass eine Interaktion mit einer depressiven Mutter unter Umständen (und ohne ein regelrechtes “Verschulden” der Bezugsperson) beim Kind zu einer Verwundbarkeit für depressiogene (Depressionen auslösende) Faktoren führen kann. Der Zusammenhang Anlage-Umwelt ist zu beachten. Der Beginn der Störung kann durch die Anlage im Kind (zum Beispiel in seinen Genen oder durch Belastungen des Kindes in der Schwangerschaft) begünstigt werden. Gleichzeitig muss eine Depression nicht auftreten, auch wenn sie angelegt ist, solange die Bedingungen in der sozialen und familiären Umwelt günstig sind.

Depressiogene Faktoren können bei entsprechenden Umwelteinflüssen dazu führen, dass sich die biochemische Basis des Empfindens verändert. Deutlich wird dies durch eine veränderte Rezeptorstruktur für Neurotransmitter wie Serotonin , die zu einer verzögerten Wiederaufnahme führen können, was eine gedrückte Stimmung verursachen kann. Der Betroffene ist dadurch verwundbarer für Einflüsse von außen.

Therapie von Depressionen

Therapie der Depression erfolgt meist über zwei verschiedene Modi. Zuerst ist bei einer Depression eine Psychotherapie angezeigt, die Konflikte die der Mensch erlebt müssen besprochen und aufgearbeitet werden. Zusätzlich werden Psychopharmaka eingesetzt um die Stimmung und das Aktivitätsniveau des Patienten zu heben. Dabei ist auf die Begleitung und Dosierung zu achten, denn es kann vorkommen, dass Psychopharmaka zuerst das Aktivitätsniveau heben, was zu einer spontanen “Lust auf Selbstmord” führen kann, da die Traurigkeit und Verzweifelung noch akut empfunden werden. Eine rein medikamentöse Behandlung ist nicht vorteilhaft, da die auslösenden Faktoren damit nicht behandelt werden können.

(Bildquelle: pixelio.de)

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